Demenz-Screening Tag

15. Mai 2025

Kostenfreie Demenz-Testungen im Bibliothekszentrum in Hösbach

Ist das noch normal – oder schon ein Warnzeichen?

Am Freitag, den 6. Juni 2025, findet im Bibliothekszentrum Hösbach ein besonderer Aktionstag zum Thema Demenz und Gedächtnisgesundheit statt. Zwischen 10:00 und 16:00 Uhr haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Gedächtnisleistung kostenlos und vertraulich testen zu lassen. Für die Tests ist eine telefonische Anmeldung notwendig unter der Nummer 0162 / 2463579 oder per Mail an screeningtag@digidem-bayern.de.

Achtung: Alle Testtermine sind bereits vergeben, aktuell wird mit einer Warteliste gearbeitet. Ein Besuch lohnt sich dennoch: Auch ohne Testmöglichkeit können Sie vorbeikommen und sich im Informationsbereich bei den regionalen Beratungsstellen beraten lassen.

Nutzen Sie die Möglichkeit, Ihre Gedächtnis-Leistung kostenfrei überprüfen zu lassen. Wir laden alle Interessierten herzlich dazu ein!

Für wen ist der Test gedacht?

Die Aktion richtet sich vor allem an Menschen ab 65 Jahren, die bei sich selbst oder bei denen ihr Umfeld eine Verschlechterung des Gedächtnisses oder der geistigen Leistungsfähigkeit bemerkt haben.

Foto: digiDEM Bayern

Der wissenschaftlich anerkannte Montreal Cognitive Assessment Test (MoCA) dauert rund 20 Minuten.

Interessierte, die beim Sehen und Hören eingeschränkt sind, werden dringend darum gebeten, ihre Seh- und Hörhilfen mitzubringen. Ohne diese Hilfsmittel kann der Gedächtnistest nicht durchgeführt werden.

Begleitendes Informationsangebot im Foyer

Besucherinnen und Besucher der regulär geöffneten Bibliothek vor Ort informieren – ganz ohne Screening-Termin. Ergänzend dazu wird es im Foyer einen Informationsbereich geben, in dem sich regionale Beratungsstellen mit ihren Angeboten im Bereich der Demenz und Pflege vorstellen. Zudem gibt es einen Büchertisch mit passender Literatur. An der Erlebnisstation zum Hören und Sehen des Blindeninstituts können Besucherinnen und Besucher nachempfinden, wie sich Einschränkungen beim Hören oder Sehen anfühlen, die Risikofaktoren für z. B. eine Demenz sein können. Die Station bietet einen eindrucksvollen Perspektivwechsel und sensibilisiert für die Herausforderungen im Alltag von Betroffenen.

Vor Ort dabei sind:

  • Alzheimer Gesellschaft Aschaffenburg e.V.
  • Beratungsstelle Demenz Untermain
  • Blindeninstitut Würzburg, Modellprojekt „Sinnesbeeinträchtigungen in der Pflege im sozialen Nahraum“
  • Pflegestützpunkt Landkreis Aschaffenburg

Kommen Sie vorbei – mit oder ohne Testtermin! Ob Sie Ihr Gedächtnis testen lassen oder sich einfach nur informieren möchten: Alle Besucherinnen und Besucher sind herzlich willkommen.

Der Aktionstag wird um 10:30 Uhr durch ein Pressegespräch mit der Bayerischen Gesundheitsministerin Judith Gerlach eröffnet.

Warum ist ein früher Test wichtig?

Laut einer deutschen Studie leben rund 60 Prozent der an Demenz erkrankten Personen ohne eine gesicherte Diagnose. Oft wird die Erkrankung erst sehr spät und bei fortgeschrittener Symptomatik festgestellt.

Je früher eine Demenz erkannt wird, desto früher lernen Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen mit den Krankheitssymptomen umzugehen. Das kann helfen, rechtzeitig Unterstützung zu erhalten, Maßnahmen einzuleiten und die Lebensqualität zu verbessern.

Ziel der Demenz-Screenings ist es, die Bevölkerung und vor allem Menschen mit kognitiven Einschränkungen und ihre pflegenden An- und Zugehörigen für die Demenzerkrankung zu sensibilisieren.

Anfahrtsbeschreibung

Bibliothekszentrum Hösbach
Adresse: An der Maas 2, 63768 Hösbach
Vor Ort stehen öffentliche Parkplätze zur Verfügung. Der Veranstaltungsort ist zudem gut mit dem ÖPNV erreichbar.
Link zur Homepage des Bibliothekszentrums Hösbach

Wer steht hinter der Aktion?

Das Angebot ist eine gemeinsame Aktion der Gesundheitsregionplus Landkreis und Stadt Aschaffenburg mit dem digitalen Demenzregister Bayern – kurz digiDEM.

Der Aktionstag ist zudem Teil eines größeren Forschungsprojekts von digiDEM, das an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg angesiedelt ist. Seit Januar 2021 werden im Rahmen des Projekts bayernweit Menschen mit kognitiven Einschränkungen sowie pflegende Angehörige befragt, um deren Lebenssituation besser zu verstehen und durch digitale Lösungen zu verbessern – mit besonderem Fokus auf den ländlichen Raum.

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