Im Rahmen der Sitzung des Gesundheitsforums blickte die Gesundheitsregionplus auf ihr fünf-jähriges Bestehen zurück. Seit ihrer Gründung setzt sie sich mit großem Engagement dafür ein, die Gesundheitsförderung, Gesundheitsversorgung und Pflege in der Region nachhaltig zu stärken. Zahlreiche Projekte konnten in dieser Zeit angestoßen, umgesetzt und etabliert werden.
Auch in Zukunft möchte die Gesundheitsregionplus gemeinsam mit ihren Partnerinnen und Partnern dazu beitragen, dass alle Bürgerinnen und Bürger gesund leben und bleiben können. Landrat Dr. Alexander Legler und Oberbürgermeister Jürgen Herzing machten im Gesundheitsforum deutlich: „Die Verstetigung unserer Gesundheitsregionplus stellt sicher, dass wir auch weiterhin gemeinsam innovative Wege gehen, voneinander lernen, neue Bedarf frühzeitig erkennen und Bewährtes weiterentwickeln können stets mit dem Ziel in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Prävention auch in Zukunft ein umfassendes Angebot an Versorgung und Beratung für uns alle sicherzustellen und dieses konsequent und bedarfsgerecht auszubauen. Der Rückblick auf die engagierte Arbeit der vergangenen fünf Jahre zeigt eindrucksvoll, wie wertvoll die Gesundheitsregionplus mit Monika Gabel an der Spitze für unseren Landkreis und die Stadt Aschaffenburg ist. Mit zahlreichen Initiativen und Veranstaltungen trägt sie nachhaltig zur Stärkung unseres Gesundheitswesens einschließlich der Pflege bei und verbessert damit spürbar die Lebensqualität für die Menschen nicht nur vor Ort. Zugleich leistet sie eine vorbildliche Vernetzungsarbeit zwischen allen relevanten Akteuren, von dem die gesamte Region profitiert wie auch von dem dadurch geschaffenen breiten Netzwerk.“
„In den letzten fünf Jahren ist ein starkes Netzwerk gewachsen, das auf Vertrauen, Engagement und gegenseitiger Unterstützung basiert. Ohne die tatkräftige Mitarbeit und die Leidenschaft aller Akteure wäre das alles nicht möglich gewesen. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken.“, betont die Geschäftsstellenleiterin Monika Gabel.
Ebenso reflektierten die Mitglieder des Gesundheitsforums die Arbeit des Jahres 2025. Dabei wurde deutlich, dass die Gesundheitsregionplus in allen Handlungsfeldern von der Gesundheitsförderung über die Gesundheitsversorgung bis hin zur Pflege einen gewinnbringenden Beitrag für unsere Region leistet.
Ein Schwerpunkt im Jahr 2025 war das Thema der Frauengesundheit, das bereits 2024 im Mittelpunkt stand. Gemeinsam mit der Gleichstellungsstelle des Landkreises wurde der Fokus in diesem Jahr insbesondere auf die Wechseljahre gelegt. Neben zahlreichen Veranstaltungen unter dem Dach der Gesundheitsregionplus organisierte sie auch ganz eigene Angebote – darunter ein Improtheaterabend, ein Vortrag zur Ernährung in den Wechseljahren sowie ein Beitrag zur Unterstützung der Work-Life-Balance durch künstliche Intelligenz.
Das Projekt „Von Anfang an“ wurde um die Initiative „Mit Kleinkind willkommen“ erweitert. Über 60 Orte beteiligen sich bereits und bieten Familien, die gerade außer Haus unterwegs sind, Unterstützung – etwa durch Möglichkeiten zum Stillen, Wickeln oder für den Toilettengang mit Kleinkindern.
Im Bereich der Pflege gab es erstmals einen einrichtungsübergreifenden Gesundheitstag für Pflegende. Auch die dritte Auflage des Pflege-Camps im Februar 2025 war ein Erfolg. Die einrichtungsübergreifende Praktikumswoche bietet Einblicke in die vielseitigen Facetten des Berufs – darunter die ambulante Pflege sowie der Einsatz in einem Pflegeheim und im Klinikum. Das nächste Pflege-Camp findet im Februar 2026 gemeinsam mit dem Ausbildungsverbund Pflege statt.
Weitere Schwerpunkte der Arbeitsgruppen waren im Jahr 2025 die Optimierung von Schnittstellen im Entlassmanagement sowie die Zusammenarbeit zwischen Hausärztinnen und Hausärzten, ambulanten Pflegediensten und Pflegeeinrichtungen. Die Fachveranstaltung „Pflege.Digital.Unterfranken“ widmete sich den Themen Fachkräftegewinnung, Arbeitsmigration und technischen Entwicklungen.
Ein weiteres Highlight war der erste Demenz-Screening-Tag für Landkreis und Stadt Aschaffenburg, den die Gesundheitsregionplus in Kooperation mit digiDEM Bayern im Juni 2025 organisierte. Das Interesse war so hoch, dass alle Termine in kurzer Zeit ausgebucht waren und bereits eine Wiederholung für 2026 geplant ist.
Die jährlichen Reanimations-Quickies haben sich längst als fester Bestandteil im Kalender der Gesundheitsregionplus etabliert. Auch in 2025 fanden diese an 36 belebten Orten in Stadt und Landkreis Aschaffenburg mit rund 280 Helferinnen und Helfern statt. Über 1.000 Interessierte, darunter viele Kinder und Jugendliche, konnten lebensrettende Sofortmaßnahmen üben. Der nächste Aktionstag ist für den 4. Juli 2026 geplant. Besonders erfreulich ist, dass immer mehr Organisationen diese kurzen Trainings nicht nur an diesem Aktionstag anbieten, sondern auch im Laufe des Jahres bei Festen, Veranstaltungen und anderen Gelegenheiten. So wird das Thema der Wiederbelebung nachhaltig im Bewusstsein der Menschen verankert.
Ein bedeutender Meilenstein war die Gründung des pädiatrischen Weiterbildungsverbunds am 1. März 2025. Initiiert von den Gesundheitsregionenplus Unterfranken, dem PaedNetz Unterfranken und der Koordinierungsstelle für fachärztliche Weiterbildung, verfolgt der Verbund das Ziel, eine qualitativ hochwertige Weiterbildung zur Fachärztin oder zum Facharzt für Pädiatrie zu gewährleisten und die Attraktivität der Region, insbesondere der ländlichen Gebiete, zu stärken. Die enge Zusammenarbeit zwischen Kliniken und niedergelassenen Kinderarztpraxen soll die Versorgungsqualität nachhaltig verbessern.
Zahlreiche Netzwerk- und Arbeitsgruppentreffen sowie die Sitzung des Gesundheitsforums als Steuerungsgremium prägten die Aktivitäten des vergangenen Jahres. Darüber hinaus organisierte die Gesundheitsregionplus gemeinsam mit Kooperationspartnerinnen und -partnern vielfältige Veranstaltungen, wie beispielsweise einen Vortrag zur bayerischen Demenzwoche „Freude am Essen für Menschen mit Demenz“ mit anschließendem Sinnesparcours sowie die Unterstützung des Aktionstag „(Aus-)Druck der Seele – Kunst für psychische Gesundheit“.
Die Gesundheitsregionplus bedankt sich herzlich bei allen Akteuren, Institutionen, Organisationen und Bürgerinnen und Bürgern, die das Netzwerk in den vergangenen Jahren mit ihrem Einsatz, ihren Ideen und viel Herzblut unterstützt und mitgestaltet haben. Ihr Engagement macht deutlich: Gesundheit gelingt nur gemeinsam.
Bildunterschrift: Mitglieder des fünften Gesundheitsforums